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EINFÜHRUNG
Neben den bedeutenden expressionistischen Sammlungen der Münchner
Museen in der Staatsgalerie moderner Kunst (ab Herbst 2002
in der Pinakothek der Moderne) und der Städtischen Galerie
im Lenbachhaus bieten auch die Museen in Bernried, Kochel
und Murnau ein dichtes Konzentrat expressionistischer Kunst: Der
Bogen spannt sich von den Werken der Dresdener Künstlergemeinschaft
Brücke (1905-1913), Vorläufern,
Einzelgängern und der jüngeren Expressionistengeneration
im Buchheim Museum bis hin zum Schaffen der Maler des Blauen
Reiter in Kochel und Murnau.
Die drei Museen im bayerischen Oberland dokumentieren diese expressionistischen
"Bewegungen und setzen unverwechselbare Akzente: Das
Buchheim Museum kombiniert bewusst Gemälde
und Arbeiten auf Papier, um die Bedeutung der Grafik und ihre stilbildende
Funktion auf die Malerei der "Brücke-Künstler
anschaulich zu machen. Das Kocheler Museum
hat seinen Schwerpunkt in den Bildern von Franz Marc, des bedeutendsten
bayerischen Künstlers der klassischen Moderne. Murnau zeigt
im Schloßmuseum Einzelwerke des "Blauen
Reiter sowie die umfangreichste öffentliche Präsentation
von Werken Gabriele Münters. Dazu geben die Originalschauplätze
in und um Murnau und das Haus, in dem Kandinsky und Münter
von 1908-1914 wohnten, beredten Einblick in Leben und Arbeit der
Künstler. Der Besuch der drei Museen veranschaulicht die Spannweite
expressionistischer Kunst und macht bewusst, dass die lebendige
und kraftvolle Bildsprache des Expressionismus vielfältigste
und unterschiedlichste Ausdrucksmöglichkeiten hervorgebracht
hat, die schließlich bei Kandinsky und Marc in die Abstraktion
mündeten.
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